Letzten Samstag war es endlich wieder soweit und unsere regionalen Starköche Ralf Jakumeit, Salvatore Fierro und Hannes Rauscher hatten zum 2. Straubinger Chef’s Table geladen. Nach dem erfolgreichem Auftakt 2016, musste auf vielfachen Wunsch unbedingt eine Wiederholung arrangiert werden. Die drei Profis ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und baten stattdessen zu Tisch.

Aufgrund eines Ausfalls bin ich ebenso an eine der begehrten und streng limitierten Karten gekommen und kann euch dementsprechend ein paar Eindrücke des Abends vermitteln. Wie gewohnt werde ich euch meine Impressionen darstellen, nicht mehr und nicht weniger. Vorab gesagt es war ein fantastischer Abend mit tollen Augenblicken und Momenten. Binnen dieser kurzen Zeit wurden Fremde zu Gefährten und teils sogar Freunden, während wir uns alle verwöhnen ließen und oder sogar selbst den einen oder anderen Handgriff mit anlegten.

Was ist der Chef’s Table nun genau? Im Prinzip ist es Live- und Showcooking in einem, gepaart mit einem 7 – Gänge Menü bei dem jeder der drei Köche jeweils 2 Gänge sein eigen nennt und das grandiose, süße Finale von Ihnen zusammen im Team kreiert wurde.  Das Ganze beschränkte sich auf maximal 26 Gäste um eine schöne intime Runde zu gewährleisten.

 

Wer steck dahinter? 

Nun, wie bereits erwähnt die Berufsköche:

  • Salvatore Fierro, Wirt und Küchenchef vom Wirtshaus in Haidlfing und Kursleiter der 180 GRAD Kochschule & Eventküche mit Salva’s Kochgeflüster
  • Hannes Rauscher ebenso von den Rocking Chefs, zusätzlich noch Küchenchef in der Cafebar, Co Autor vom wunderschönen Designer Kochbuch the taste of COLOR und ebenso Kursleiter der 180 GRAD Kochschule
  • Ralf Jakumeit von den Rocking Chefs und ebenso einer der Kursleiter der 180 GRAD Kochschule
  • Andi Meier ging allen dreien mit zur Hand und ist ebenso ein Rocking Chef

Und natürlich die tollen Servicekräfte:

  • Verena Stierstorfer – Designerin, Co Organisatorin und Kursleiterin der 180 GRAD Kochschule, sowie Co Autorin vom „the taste of COLOR“
  • Salome Jakumeit – Die bessere und hübschere Hälfte von Ralf
  • Jasmin Egenter, die uns alle mit Ihrem strahlenden Lächeln begeisterte und sich perfekt um uns kümmerte

All diese Herrschaften sorgten sich um unser Wohl und ließen uns einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend erleben. Während die Männer für uns kochten, halfen die Damen wo sie nur konnten und füllten uns, so gut es ging, mit tollen Weinen ab. Diese ergänze ich später, da mir aktuell leider noch keine Liste vorliegt.

Ich denke wir haben genug um den heißen Brei geredet. Was gab es den nun zu essen und wie schmeckte es? Dazu kommen wir nun endlich.

1.Gang (Ralf Jakumeit): 2x Wachtel & 2x Kürbis mit Schäumchen und Öl

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Optisch erstmal natürlich „WOW“, ein toller Einstieg in den Abend und auch geschmacklich wurden wir gut eingestimmt. Zugegeben, einzeln mochte ich nicht alle Komponenten. Für meinen persönlich Geschmack waren die Kürbisstückchen ein bisschen zu säuerlich. Aber wenn man von allem ein bisschen aß und kombinierte konnte man die verschiedenen, krassen Kontraste zu einem harmonischem Ganzen verbinden. Interessant und empfehlenswert.

2. Gang (Hannes Rauscher): Oktopusscheibchen, Königskrabbe mit Reis und Pomelo sowie Avocadocreme

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Auf den ersten Blick blieb die Assoziation mit einer Blutwurst nicht aus und das machte neugierig. Auf diesen Gang freute ich mich schon alleine wegen den Zutaten und ich war sehr auf den Einsatz der Pomelo gepannt. Ich liebte die Aromen und sowohl einzeln, vor allem aber auch hier in Kombination schmeckte es sehr gut. Insbesondere der Königskrabbenreis mit der Avocado, davon hätte ich sofort Nachschlag genommen. Eine sehr gelungene Komposition.

3. Gang (Salvatore Fierro): Strauchtomate in Texturen und Jakobsmuschel

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Diesen Gang hatte ich mir ganz genau so vorgestellt. Die Tomate wurde in den verschiedensten Aggregatzuständen und Variationen serviert. Von flüssig bis fest, von süßlich bis säuerlich und auch herzhaft war mit von der Partie. Ich liebe Tomaten…und erst Recht dann auch noch in solch wohlschmeckenden Versionen. Für mich war es einer der best schmeckenstend Gänge des Abends. Die Jakobsmuschel ging Hand in Hand mit den Aromen und es machte einfach Spass alles zu erleben, sowie in Kombinationen zu probieren. Ich liebte es!

4. Gang (Ralf Jakumeit): Rotbarbe, Rouille, Grissini

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Eine tolle Interpretation eines Klassikers . Rouille, knuspriges Brot und Fisch gehen einfach Hand in Hand. Die Zubereitung in dem XXL Oberhitze Grill war mega und das sah man der Rotbarbe auch an, denn diese sah ziemlich aufregend aus. An dieser Stelle darf man mir aber bitte nicht böse sein wenn ich sage das es leider nicht meinem persönlichen Geschmack entsprach. Es war gut, aber irgendwie hat es mich nicht so wirklich abgeholt. Man möge es mir verzeihen. Zur Beruhigung kann ich aber sagen das im meinem näheren Tischumfeld die Meinungen deutlich positiver ausfielen als meine eigene.

5. Gang (Hannes Rauscher): Kalbsbacke, rohes Eigelb, Sellerie und Erbsen

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Optisch richtig schön im kleinen Glas, mit den verschiedenen Farben und einem rohen Eigelb im Kern des Gerichtes. Als ich die Zubereitung sah freute ich mich schon darauf, da wir auch hier wieder tolle Komponenten hatten auf die ich mich freute. Geschmacklich war es wie erwartet ein richtig rundes Erlebnis bei dem ich auch wieder sage, tolle Arbeit. Es hat Spass gemacht das zu essen und insbesondere hat es mir Freude bereitet manch skeptisches Gesicht, bezüglich des Eigelbs, erstrahlen zu sehen, als diese merkten das es eine tolle und stimmige Komponente war.

6. Gang (Salvatore Fierro): Ziegenkäse mit Steinleitnerbrot, Apfel und Granatapfelessig

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Ahhhh ich lese Essig…und bin skeptisch. Ihr wisst, ich krieg es einfach nicht runter. Aber ich dachte mir probier es dennoch, im schlimmsten Fall muss ich es jemanden unterschieben, sollte ich es partout nicht essen können. Aber dem war nicht so. Durch das Brot und den Käse konnte ich den Geschmacksfokus auf andere, bessere Dinge lenken und somit war auch dieser Gang ein wahrer Genuss. Guter Käse, paniert, gebraten, gegrillt und was weis ich nicht noch alles ist sowieso immer eine Trumpfkarte bei mir. Daher sollte es auch hier nicht verwunderlich sein wenn ich sage: Ich liebte es!

7. Gang (Salvatore, Ralf, Hannes): Dekonstruierter Schwarzwälder Kirsch

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Im erstenen Moment dachte ich, naja, ganz coole Idee aber vermutlich nicht mehr. Und ich muss gestehen so ganz unrecht hätte ich nicht gehabt, wenn die Herrschaften vom Chef’s Table nicht eine sehr coole und unterhaltsame Idee gehabt hätten bei der Umsetzung. Zuerst wurde alles abgeräumt, inkl. Gläsern und Gästen. Anschließend wurde eine rießige Plane ausgerollt, auf welcher wild und ungebremst angerichtet wurde. Die Profis liefen mit Töpfen, Pfannen, Spritzbeuteln und Backblechen hin und her und deckten einen sehr gewagten und kreativen letzten Gang ein. Wie sie schon zu Beginn sagten, hier ist kein Gourmet Essen und daher „Let’s Rock“. Jeder der Köche hat ein paar Komponenten gebaut und alles in allem schmeckte es sehr geil. Allerdings gab es auch hier für mich wieder zwei Bestandteile die unter all den anderen herausragten. Zum einen war es die Kirschwassercreme, aromatisch und le** mi** hatte die Bums dahinter. Sehr geil! Das sah übrigens nicht nur ich so, aber das seht Ihr weiter unten bei den Fotos. Die zweite Komponente die ich wirklich liebte, war das Schokoküchlein von Ralf. Ich weis, es ist nichts ausergewöhnlich, extremes oder sonstwas. Aber leider ist es immer noch selten ein so toll balanciertes und umhauendes Exemplar zu finden. Flüssiger Kern und krasse Schokoladennoten ließen mich glücklich den Abend ausklingen lassen.

Und das war es im Prinzip auch schon. Es war ein sehr gelungener Abend mit Freunden, Fremden und Helden. Danke an alle Beteiligten für dieses schöne Event. Im Anschluss findet Ihr noch ein paar Impressionen des Abends und ich hoffe ich konnte euch ein wenig entführen, zusammen mit uns diesen Moment erneut zu erleben. Alle Witze über „3 Wetter Taft Model“, Direkteinspritzung, Wachtelbrüstchen und viele weitere Kalauer habe ich mir heute gespart da ich zur Abwechslung mal seriös wirken möchte, heisst nicht das ich diese nicht ständig im Hinterkopf hatte. 😉

Wie fandet Ihr den Bericht und vielleicht wart Ihr sogar dabei und habt eine eigene Meinung zu den Speisen. Lasst es mich wissen, ich würde mich freuen.

Bis die Tage~

Dima