Die Sommerpause ist rum und ich habe sehr vieles zu erzählen. Also back to business!

Wie vielleicht der eine oder andere von euch gemerkt hatte bin ich ein wenig im Ruhemodus gelaufen in letzter Zeit. Grund war einfach ein wenig den Kopf regenerieren, was anderes machen und Dinge erledigen die ich ewig vor mich hingeschoben hatte. Inzwischen ist einiges passiert und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Würde ich mir hier Mühe geben und einen vernünftigen Spannungsbogen aufbauen könnte ich diesen Text sicherlich noch um einiges strecken bevor ich auf den Punkt komme, aber das würde Mühe und Anstrengung bedeuten.

Ich habe gekündigt. Also meinen regulären Job, bereits vor einiger Zeit. Aber fangen wir mit der Geschichte doch einfach von vorne an.

Vor einigen Monaten besuchten mich Freunde die ich ewig nicht mehr gesehen hatte. Man kam vom Smalltalk zu den Details und ich erfuhr das eine Freundin Ihr Studium wieder aufgenommen hatte, allerdings eine ganz andere Fachrichtung. Kurz nachgehakt und daraufhin erzählte Sie mir von Ihrem neuen Studiengang und dieser faszinierte mich enorm. So sehr, das meine Ansichten zu meinem Beruf, den ich tatsächlich liebe, ins Schwanken gekommen sind. Sie studiert Medienwissenschaft – ein Studiengang von dem ich bisher nichts gehört hatte und mir dementsprechend nichts vorstellen konnte. Also fängt sie an zu erzählen und erklären und ich war begeistert. In mir erwachte ein Verlangen, mir dieses Wissen anzueigenen, zu lernen und dies zu machen. Aber wie soll das funktionieren mit Familie, Haus, Kind usw…

Meine Frau merkte das mir das Thema tatsächlich wichtig war und so sagte Sie: Dann probiers doch einfach aus.“ Also setzten wir uns hin und fingen an zu rechnen. Ob das finanziell möglich ist, was ich dafür zusätzlich leisten muss und und und… Zu unserem Glück haben wir unsere finanzielle Lage immer im Grünen gehalten und haben immer mit dem „Worst Case“ gerechnet, was passiert wenn einer einen totalen Ausfall erleidet und nicht erwerbstätig ist und uns dementsprechend immer vorbereitet und geplant.

Kurz gesagt es wird ein wenig eng, klappt aber und so kündigte ich. Ein wenig tut es mir natürlich leid, da ich tolle Kollegen hatte und das Arbeitsumfeld insgesamt ziemlich gut war, aber wenn es einen nicht zu 100% erfüllt, dann wird das vermutlich nichts für die Ewigkeit. Meine Vorgesetzten und Chef hatten Verständnis dafür und wir trennten uns im Guten. Was mir übrigens echt einen Stein vom Herzen fallen ließ, denn ich absolvierte noch frisch die Führungskräfteseminare und verließ die Firma quasi direkt im Anschluss. Bisschen ungünstiger Zeitpunkt für meinen Entschluss muss ich zugeben.

Ich bewarb mich an der Uni, wohlwissend das mein Fachabitur nicht ausreichend ist für diesen Studiengang, in der Hoffnung durch den beruflichen Werdegang und auserberuflichen Tätigkeiten einen kleinen Bonus zu erhalten der ausreichen würde. Leider nicht!

Aber damit habe ich ebenso gerechnet und mich in der Zwischenzeit schon an der FOS/BOS angemeldet um das allgemeine Abitur nachzuholen. Mit 31 nochmal in die Schule….schon irgendwie komisch. Das muss man mir nicht sagen, das sehe ich selbst auch so. Aber egal, die Schule dient in diesem Falle als Sprungbrett zum Studium und ich muss mich halt ein Jahr lang ein wenig mehr anstregend als sonst und das durchziehen. Lehrer, Sekreteriat und Schulleitung gaben mir eine audrückliche Warnung das das nicht einfach sein wird und ob ich mir das gut überlegt habe….ja habe ich.

Damit habt Ihr auch schon die krasseste Info gleich mal zum Anfang. Ich habe gekündigt um wieder zur Schule zu gehen und zu studieren. In einer Woche geht es übrigens los und ich war tatsächlich gestern Schulsachen einkaufen…wie sich das anhört. Neben mir kleine Kinder, die eingeschult werden mit Ihrern Müttern, Jugendliche und Teenies und dann stehe da ich, zwischen all diesen Zwergen und suche mir ein Mäppchen, Blöcke und Stifte aus… ja lacht ruhig, auch ich habe gelacht.

Da meine Frau wieder arbeitete, bin ich tagsüber daheim beim Kind und jobbe Abends in einem Hotel bei uns als Nachtportier. So kann ich tagsüber für den Zwerg da sein und nebenbei die Haushaltskasse noch ein bisschen entlasten. Insgesamt läuft also alles super und ich bin sehr gespannt ob ich schulisch noch was reissen kann.

Einhörner
Diese Teile gibt es zur Zeit überall. Tolle Verpackung miese Prodkute.

Neuigkeit zwei, wir kriegen Nachwuchs, erneut!

Es ist manchmal erschreckend wie gut unsere Pläne aufgehen. Wir wollten unbedingt das, falls wir Kinder kriegen, diese möglichst zeitnah aufeinander folgen sollten, um den Altersunterschied nicht zu groß werden zu lassen. Dadurch haben Sie immer jemanden zum Spielen und jemanden für soziale Interaktion, außerhalb der Eltern. Sprich, zwei Wunschkinder.

Ansonsten gab es ein paar Events und Berichte über dich ich noch schreiben muss und noch einige von vor der Pause. Ich habe keinen davon vergessen, auch wenn es manchmal ein wenig länger dauert bis ich diese fertig habe und euch präsentieren kann. Damit beginne ich gleich im Anschluss und sollte die Tage gleich mit dem ersten Bericht fertig werden.

Es gab viele Veränderungen und ich habe versucht mich kurz zu halten. Sicherlich habe ich einiges vergessen zu erwähnen, aber ich denke das ist nicht so schlimm. Wenn es mir wieder einfallen sollte bringe ich euch schon noch auf den neuesten Stand.

So, jetzt sind wir mal wieder richtig privat geworden und Ihr habt einen weiteren Blick in mein Leben erhalten. Viele werden sich an den Kopf fassen, so wie einige die ich kenne, andere werden es gut finden und den meisten geht es sonstwo vorbei. Letzteres finde ich persönlich gut, denn das ist die richtige Einstellung.

Wie immer danke für eure Zeit und Aufmerksamkeit und wir lesen uns die Tage wenn die Berichte wieder im gewohnten Rhytmus kommen.

Bis die Tage~

Dima

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