Freitag Abend, Zeit für ein kleines Treffen mit Freunden und Leuten die es bald sein werden. Drausen, gemütlich und vielleicht etwas das wir noch nicht kannten, waren die Ansprüche. Also wurde demokratisch abgestimmt und die Entscheidung fiel auf ein Objekt, das uns schon seit längerem immer wieder mal empfohlen wurde. Wir waren im

Poseidon

Bogener Straße 2

94365 Parkstetten

Tel: 09421 – 3008003

Web: Facebook

Poseidon2
Erfrischende Getränke bei warmen Wetter

Dieses Mal waren wir acht Erwachsene und zwei Kinder. Das Wetter war herrlich und außer uns gab es ein paar weitere belegte Tische. Ein griechisches Lokal mit großem Biergarten, keine Häufigkeit und daher waren wir umso mehr gespannt. Die meisten Speisen werden dieses Mal erst bei den Fotos namentlich genannt, da es sonst zu verwirrend ist. Die meisten Bestandteile sind ja eh identisch.

  • Ambiente:

Es ist ein schöner Kastanien- und Kieselgarten der reichlich Platz bietet. Innen schaut es vernünftig aus und man bemühte sich das griechische Thema gut umzusetzten. Ein wenig negativ, und dafür können Sie leider nichts, ist die Lage direkt an den der gegabelten Hauptstraße. Man sitz wie auf einer hübschen Verkehrsinsel. Aber wie gesagt, dafür können Sie nicht viel und daher wird es nicht allzu streng gewertet. Ein besonderes Highlight sind die Hygeneartikel in den Toiletten. Haarspray, Gel, Deo, Parfüm, usw., nicht nötig aber eine besondere Aufmerksamkeit die positiv in Erinnerung bleibt. 3 von 4 Punkten.

  • Auswahl / Kartengröße / Design:

Normale Karten mit einer vernünftigen Auswahl. Einfacher Umschlag, thematisch auf den Punkt. Es gab reichlich Vorspeisen, warme und kalte und diverse Fleisch und Fisch Gerichte, Platten und Salate. Nicht überladen aber auch nicht sonderlich aufregend. Insgesamt sind es gute 2 von 3 Punkten.

  • Bedienung / Service:

Wir wurden abwechselnd vom, davon gehe ich zumindest aus, Inhaber und einem jungen Mann bedient. Beide waren sehr freundlich und innerhalb kürzester Zeit zur Stelle, wenn man etwas benötigt hat. Unsere Speisen ließen nicht unnötig lange auf sich warten und besonders freundlich war die eiskalte Flasche Ouzo, die uns als Aufmerksamkeit an den Tisch gestellt wurde. Auch nachdem alle Gäste gingen wurden wir nicht gedrängt oder aufgefordert zu gehen. Wir fühlten uns gut aufgehoben und daher gibt es volle 3 Punkte.

  • Komposition des Gerichts / Aussehen:

Optisch sahen alle Speisen gleich gut aus. Es war nicht überwältigend, ziemlisch typisch, so wie wir „griechische“ Küche in Deutschland kennen. Richtig viel kann ich hier nicht schreiben, da die Bilder eindeutig mehr aussagen. Es regte den Appetit an, aber haute einen nicht vom Hocker. Die Vorspeisen sahen eher mau aus, dafür waren es ordentliche Portionen. Das Joghurt-Kräuter Dressing auf dem Beilagensalat kam offensichtlich aus der Packung, was nicht dramatisch ist, aber es schaut halt nicht besonders toll aus mit den grau-grünen Kräutern. Ich denke das ich niemanden Unrecht tue mit 2 von 3 Punkten.

  • Geschmack:

Hier herrschte, trotz vieler Personen, eine ziemlich konstante Einigkeit. Alle waren zwar zufrieden, aber nicht überzeugt. Beginnen wir mit den Vorspeisen. Das Knoblauchbrot war gut, schmeckte und passt soweit. Die Tzatziki Beilage schmeckte nicht sonderlich kräftig und war eher dezent als typisch kräftig. Mein warmer gemischter Vorspeisenteller bestand aus Pita, frittierten/gebratenen Auberginen, Rießenbohnen mit Feta und gebratenem Käse (Saganaki). Jede Komponente an sich war nicht sonderlich aufregend, konnte aber in Kombination überzeugen. Das Brot war mir zu salzig, ging aber mit dem milden Tzatziki. Muss ich ehrlich gesagt, so nicht zwingend nochmal haben. Der Beilagensalat konnte meine Ecke des Tisches nicht überzeugen, beim Rest habe ich vergessen zu fragen. Das Joghurtdressing schmeckte leider nicht wirklich und ich habe Ihn nach einigen Bissen, wie einige Andere, stehen lassen. Bei den Hauptspeisen zähle ich jetzt nicht jede auf, da es eigentlich immer das Gleiche in einer neuen Zusammenstellung ist. Stattdessen gehe ich auf die Bestandteile ein. Ich selbst hatte Gyros Kalamari, eines meiner Standardgerichte das ich in einem griechischem Lokal gerne bestelle. Das Gyros, einer der wichtigsten Teile der Speisen, war uns allen nicht kräftig genug gewürzt, oft etwas flachsig und leider nicht wirklich kross. Nach dem wir zahlten, erwähnten wir es gegenüber dem Herren als Anmerkung, nicht als Beschwerde, da es wirklich jedem von uns so ging. Meine Kalamari waren gut, ein wenig besser als die gewohnten, die ich oftmals kriege. Krosser und nicht zu zäh. Persönlich hätte ich gerne mehr Zitrone auf dem Teller. Suzuki, Bifteki und Suflaki überzeugten meine Begleiter alle deutlich mehr als das Gyros und konnten an dieser Stelle wieder ein paar Punkte sammeln. Saftig, gut gewürzt und aromatisch waren hier die Stichwörter. Tzatziki, wie bereits erwähnt, war den meisten viel zu schwach gewürzt. Es fehlte der kräftige Knoblauchgeschmack, einfach der Pepp in dem Ganzen. Der Tomatenreis hingegen schmeckte ein wenig zu kräftig nach Tomate. Es war schon beinahe wie eine kleine Soße mit Reis. Nachdem ich das alles nun so lese, muss ich sagen es klingt vernichtend brutal und das tut mir leid. Es sind unsere gesammelten Meinungen und diese klingend sehr negativ, aber dem war nicht so. Die meisten von uns haben Ihre Teller sauber aufgegessen und es hat ja geschmeckt. Aber eben nicht auf dem Niveau wie wir erwarteten oder vielleicht gewohnt waren. Das ist jetzt ein subjektives Problem, kein allgemein gültiges. 6 von 10 Punkten.

  • Menge / Preis – Leistung:

Wir erhielten ordentliche Portionen, für normale Preise. Das Knoblauchbrot geht für unter 4,- € über den Tisch und die gemischte Vorspeisenplatte für knappe 10,- €. Die ganzen Hauptspeisenplatten lagen preislich immer zwischen 12,- und 15,- Euro inkl. dem Beilagensalat. Beschweren darf man sich ehrlich gesagt nicht wirklich, da der Preis größtenteils angemessen ist und der Norm entspricht. 3 von 4 Punkten.

  • Würde ich wieder kommen?

Ich persönlich würde kommen, wenn jemand dahin möchte. Persönlich habe ich aber andere Lokale die ich favorisieren würde und daher muss ich eher nein sagen. Auch meine Begleiter haben nichts dagegen wieder zu kommen, würden aber nicht die treibende Kraft dahinter sein. Der Service war freundlich, das Essen war reichlich und man hat mehr als genug Platz im Außenbereich, was besonders praktisch ist mit Kindern. Allerdings konnten die Speisen uns nicht ganz überzeugen und daher muss ich leider 1 von 3 Punkten geben.

Specials wären mir persönlich jetzt leider keine bewusst aufgefallen.

Unser Fazit:

Mit 20 von 30 Punkten können wir einen guten Mittelwert vorfinden, der noch gut Luft nach oben hat. Die meisten Punkte sind mit den Speisen zu holen, wobei ich anmerke das dieser Faktor extrem subjektiv ist und unsere Wahrnehmung sich nicht zwingend mit eurer decken muss. Ansonsten kann man nicht viel sagen, da es eigentlich gepasst hat. Vielleicht seid Ihr neugierig geworden und wollt es selbst probieren oder die Fotos regen euren Speichelfluss an und ihr bekommt so richtig schön Hunger darauf. So oder so, testet es selbst und bildet euch eure eigene Meinung und zögert mir nicht, diese dann auch zu schreiben.

Mich hat es gefreut mit tollen Menschen einen tollen Abend zu verbringen und ich bedanke mich bei euch für’s lesen. Wie immer auch danke im Voraus für euer Feedback und ich denke man liest sich bald wieder.

Bis die Tage~

Dima