Eine anstrengende Woche neigt sich endlich Ihrem Ende. Also eigentlich darf ich ja garnicht jammern. Das was ich als anstrengend bezeichne wird woanders belächelt. Aber hey, das sind meine First World Problems. Es war Inventur-Woche in der Arbeit daher war es ein wenig fordernder als sonst. Daher auch kein weiterer Beitrag die Woche. Abends wollte ich nur noch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen und bin eh oftmals früh eingeschlafen.

Was gibt es sonst so Neues….hmmm…unser Kleiner entwickelt sich nach wie vor sehr gut und liebt es aktuell sich müde zu strampeln. Egal ob wir ihn tragen oder ob er liegt. Er strampelt wie ein Verrückter, weil er es kann, und lacht dabei aus vollem Halse. Sehr unterhaltsam. Mehr informatives fällt mir gerade nicht wirklich ein. Ein wenig später gehen wir noch Essen, aber erst einmal die Hitze ein wenig abkühlen lassen.

Kommen wir einfach zum Gedankenspiel der Woche. Letztes Mal redeten wir ja über die Geschichte mit der Restaurantkritik und dieses Mal wollte ich ja mit euch über den Blog reden. Nun, wie komme ich eigentlich zu diesem Blog? Das ist einerseits relativ einfach zu erklären und gleichzeitig muss ich weit ausholen. Ich schreibe einfach gerne ist die Kurzfassung. Die volle Version geht wie folgt: Reden, egal ob in der Öffentlichkeit, ob vor Massen oder vor einzelnen Personen fiel mir irgendwie immer schon ein wenig leichter. Ich bin nicht gerne der Mittelpunkt, sollte ich es aber sein habe ich absolut kein Problem damit. Referate, Vorträge, ach eigentlich egal was, waren schon immer etwas das mir in der Schule gefiel, da es eine geschenkte Note war. Ich kann mich an kein Referat erinnern, bei dem ich keine 1 bekommen habe. Man stellt sich hin und muss von sich und seiner Arbeit einfach total überzeugt sein. Wenn noch ein wenig der Inhalt stimmt und Substanz dahinter steckt hat man quasi gewonnen. Ich denke das kommt ein wenig davon das ich sehr gern und extrem viel gelesen habe als Kind. Horror und Fantasy haben es mir am meisten angetan.Mit 12 oder 13 hatte ich dann Stephen King’s „ES“ (über 1000 Seiten) zum ersten Mal gelesen und geliebt. Ich liebte dicke Bücher, vor allem wenn der Inhalt nicht unbedingt für mein Alter bestimmt war.

Ich sagte doch ich hole weit aus, eine Eigenschaft die meine Frau manchmal zur Weißglut bringt  😉 („Komm endlich auf deinen Punkt!“ – Ich liebe dich trotzdem 💗) Neben der Leidenschaft für das geschriebene Wort habe ich irgenwann feststellen dürfen das meine Fantasie ebenso sehr gut ausgeprägt ist und es mir sehr leicht fällt Gedanken und Geschichten zu Papier zu bringen. Aber was fängt man mit sowas an? Nun ich probierte mich an einigen Dingen bevor ich genervt oder entmutigt aufgab. Von Film bis Comic wurde alles probiert. Aber entweder ich war unzufrieden mit dem Ergebnis oder der Qualität. Meistens letzteres. Ich bin da ein wenig pedantisch. Es muss so nahe an meine Defintion von Perfekt ran wie es nur geht sonst will ich nichts mit der Arbeit zu tun haben. Irgendwann fing ich an meiner Frau bei Ihren Manga Geschichten zu helfen (sie zeichnet aus Leidenschaft, sofern es die Zeit zulässt) und hatte Spaß dabei. Zu sehen wie sich die Geschichte entfaltet, gewisse Cliffhanger Ihre Wirkung auf die Leserschaft haben und der eine oder andere Twist Reaktionen hervorrufen, weckte diese Unruhe in mir wieder selbst tätig zu werden. Was also tun? Ein Buch schreiben? Nah, ein viel zu großes Projekt mit ungewissem Ausgang. Irgendwie hatte ich immer Blog im Hinterkopf, wusste aber nie was mich interessant macht. Wieso sollte eine fremde Person sich meinen Mist durchlesen wollen? Was interessiert die Menschen, was lässt sie wieder kommen und vielleicht sogar auf mehr hoffen? Ich hatte keine Antworten auf diese Fragen, daher ließ ich es bleiben. Irgendwann, eine längere Zeit später, kamen wir auf diese Restaurantkritik und ich erarbeitete mir ein Konzept nach Kriterien die für mich und meine Freunde wichtig waren. Wir hatten die Schnauze voll immer nur die gleichen Lokale zu sehen und wollten gleichzeitig festhalten wie wir es wo fanden um nicht nochmal in Eines gehen, das uns nicht gefiel. Daraus entstand dann dieser Blog.

Katze2
Wie angekündigt mehr Fotos aus dem Sortiment meiner Frau. Die süßen Kleinen liebe es auf dem warmen Holz.

Seit ich diesen Blog habe verändert sich immer wieder etwas um einen herum. Auch meine Wahrnehmung und Haltung gegenüber gewissen Themen. Aber nicht nur ich verändere mich, auch mein Umfeld. Anfangs fanden Leute aus meinem Freundeskreis die Idee gut, witzig, unnötig, oder verstanden sie einfach nicht. Alles legitim und ok für mich. Ich verstehe auch so einiges nicht. Am meisten nervte mich die Frage was ich mir davon erhoffe. „Möchtest du damit Geld verdienen? Oder wieso machst du das?“ – Nein, es ist ein Hobby! – „Ja wieso machst du das dann?“. Jetzt mal ernsthaft. Wenn jemand sich für Autotuning interessiert oder Sport (kuken oder praktizieren) liebt ist das in Ordnung und wird akzeptiert. Wenn ich mich für’s Bloggen und Essen interessiere ist das automatisch etwas das mit Geld zu tun haben muss? Diese Einstellung kriege ich ständig mit. Die meisten Menschen denken das man als Blogger automatisch Geld verdient. Das ist ein einfaches, normales Hobby, wie eures, mehr nicht. Ich investiere Geld in mein Hobby weil es mir Spaß macht, nicht weil ich mir etwas daraus erhoffe. Wenn ich mit Freunden essen gehe, dann tue ich das in erster Linie weil ich mit Freunden essen gehen will und nicht weil ich das eine Lokal noch unbedingt testen muss. Gut manchmal führt das zu ausergewöhnlichen Orten, dennoch mache ich es weil ich etwas erleben will. Jedes Essen ist eine kurze Auszeit aus dem Alltag. Wir können uns entspannen, machen uns keine Gedanken über irgenwelche unangenehmen Dinge und lassen uns einfach für ein, zwei Stündchen gehen. Ein wenig Urlaub für den Kopf wenn man das so will. Oft erlebe ich wie Menschen Ihr Essen in einem Restaurant herunter schlingen und keines Blickes würdigen. Das wäre ein totales No Go für mich. Da hat sich jemand (meistens) Mühe gemacht und dieses kleines Kunstwerk der Aromen, für dich zubereitet. Meistens ist ein Lebewesen dafür gestorben. Dann kann ich mir doch die Zeit nehmen und es bewusst genießen und wertschätzen. Zumindest sehe ich das so. Oder wenn ich selbst koche und das Gericht einfach super finde muss ich es mit anderen Teilen. Vielleicht helfen Sie mir dabei diese Speise noch besser zu machen oder freuen sich ebenso wie ich über das Rezept. Inzwischen bin ich ja weg vom reinen Berichte schreiben und kann mit euch z.B. über diese Sonntagsbeiträge, einen kleinen Dialog führen. Früher wäre dies eher ein Selbstgespräch geworden. Apropos Selbstgespräch. Ich finde es witzig wie Fremde auf mich zu kommen und mit mir über meine Inhalte oder Kritken reden (was ich übrigens mega cool finde, danke euch!), während Freunde mich Dinge fragen die ich alle mehrfach in meinen Beiträgen beantwortete. Ich erwarte ja nicht das jeder alles liest, aber wenn sich jemand für eine Sache interessiert und nicht nur sinnlosen Smalltalk führen will sieht man das an solchen Details. Ich könnte hier alles schreiben was ich will und würde damit davon kommen da ich weis das es von denen nicht gelesen wird, was mir persönlich auch ganz gut passt.

Das andere Extrem des Bloggens ist dann das Abwertende: „Sprich wenn es also kein Beruf ist und nur ein Hobby wieso machst du das überhaupt. Das ist total komisch.“ Oder es wird belächelt und als Spinnerei abgetan. Noch besser ist es wenn die Leute meinen das man ein gewaltiges Ego Problem hat weil man so Mitteilungsbedürfig ist. Die Menschen die mich privat kennen lächeln an dieser Stelle übrigens. Aber das alles interessiert mich wirklich nicht. Ich bin begeistert wieviele nette Menschen ich dank diesem Hobby kennen lernen durfte. Für jede einzelne Erfahrung bis zu diesem Moment und jede Türe die sich dadurch für mich öffnete. Alles Dinge die ich sonst nie vermutlich nie kennen gelernt hätte. Einer meiner besten Freunde aus der Jungendzeit (heute sehen wir uns leider kaum, sind aber nach wie vor eng verbunden) sagte immer das man nie stehen bleiben darf. Sprich eine konstante Entwicklung fördere Zufriedenheit und geistigen Wohlstand. Wir verglichen unser Leben immer mit einer langen Treppe und jede Stufe ist eine eigene kleine Entwicklung die uns weiterbringt. Ich sehe diesen Blog als rießen Sprung auf der Treppe an. Ich finde er hat mir einige Stufen geschenkt und bin sehr dankbar darüber. Das alles ermöglicht Ihr Leser. Dank euch macht es soviel Spaß, dank eurem Feedback bin ich immer motiviert und dank euerer stehts wachsenden Anzahl verleiht Ihr meinen Worten Gewicht. Danke euch dafür. Ich versuche mich immer mehr für euch zu bemühen und wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag und einen perfekten Start in die neue Woche.

Achja, meine Frage für heute: Wie gefällt euch das gelesene? Wollt Ihr mehr Gedankenspiele oder lieber Erlebnisberichte? Könnt Ihr mir ein Beispiel eines ausergewöhnlichen Hobby’s aus eurem Leben nennen?

Bis die Tage~

Dima