Unser erstes Gericht welches ich versuche zu kopieren ist aus dem Gasthaus „Zur Knödelwerferin“ hierbei handelt es sich um eine Vorspeise und zwar die „Ofenkartoffel „französische Art“ mit geschmolzenem Brie an Ratatouillegemüse“

Ich selbst hatte diese vor Ort verzehrt und ich fand sie überraschend lecker. Bei der Auswahl der Kartoffel und beim Abschmecken des Gemüses merkte man bereits das man sich hier im Vorfeld reichlich Gedanken dazu machte. Zusammen mit dem Brie verdammt sättigend und nahrhaft.

Während des Essens versuche ich mir die wichtigsten Merkmale einer Speise zu merken um diese gegebenenfalls auch rekreieren zu können. Da ich nur Hobbykoch bin kann es vorkommen das ich mir einiges hier wesentlich leichter mache als es vielleicht vorgesehen war, oder vielleicht auch den Grundton ein wenig verfehle. Nennen wir es einfach eine persönliche Interpretation. Genug mit dem Vorwort. Viel Spaß mit meinem Versuch.

Zutaten:

  • 1 schöne, große, mehligkochende Kartoffel (Gibt es zum Beispiel am Wochenmarkt)
  • 1/3 Brie (~60-70 gr)
  • Salz / Pfeffer

Zutaten für Ratatouile:

  • 1/2 Zwiebel
  • jeweils 1/2 Paprika Rot, Grün, Gelb
  • 1 kleine Zuchini
  • 2 Knoblauchzehen
  • ~300ml passierte Tomaten
  • frische (oder getrocknete) Kräuter (Oregano, Rosmarin, Petersilie)
  • + 1/2 Aubergine (ich denke das eine reingehört, war mir beim Zubereiten nicht sicher, daher nicht auf dem Foto)
  • Salz / Pfeffer / Prise Zucker
KnödelwerferinRezept1
Mehr oder weniger die Grundform des Gerichtes

Zubereitung:

Wir beginnen mit der Kartoffel, da diese am längsten braucht. Als erstes bitte gut abwaschen und ein Stück Alufolie zum einwickeln vorbereiten. Die saubere Kartoffel wird mit Olivenöl eingepinselt, mit ein wenig Salz bestreut und zum Abschluß fest in die Folie eingewickelt. Es sollten keine Öffnungen mehr vorhanden sein, da es den Garpunkt verändert und das Öl austreten könnte.

KnödelwerferinRezept2
Wie beschrieben, gut reinigen, ölen, salzen und einwickeln.

Diese kommt nun für circa 45 Minuten in den vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene, Umluft) bei circa 180° Celsius. Während die Kartoffel vor sich hin gart fangen wir mit unserem Ratatouile an. Alle übrigen Zutaten werden in kleine, feine Würfel geschnitten. Möglichst gleichmässig sollten diese am Ende sein. Am Besten im Voraus das härtere Gemüse mit der längeren Garzeit von dem weicheren trennen (Paprika braucht nicht ganz so lange).

KnödelwerferinRezept3
Ihr könnt auch pro Gemüsesorte eine Schale nehmen

Sobald alles geschnitten ist erhitzen wir ein wenig Olivenöl in einer mittleren Pfanne. Sobald dieses heiß ist geben wir die Zwiebeln, Knoblauch und Zuchini hinzu und lassen diese circa 2 Minuten mit gelgentlichem rühren oder schwenken ziehen. Dann folgt der Rest (bis auf die Kräuter, passierte Tomaten und Gewürze).

Insgesamt sollte die Pfanne circa vier bis fünf Minuten vor sich hinbrutzeln. Es sollte alles aber noch frisch und knackig aussehen. Nichts braunes oder matschiges. Sobald die Zeit um ist geben wir die Tomaten hinzu. Eventuell noch einen Schluck Wasser hinterher.

Hitze ein wenig runterdrehen, (halbe Stärke z.B. 1,5 oder 5 von 10 oder so) und sobald alles mehr oder weniger eins geworden ist die Kräuter (außer Petersilie) hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

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Ganze Kräuteräste reinwerfen, die lassen sich leichter raus fischen

Inzwischen dürft Ihr die Kartoffel kurz rausholen, in der Mitte anschneiden und den Brie reinstopfen / drumrum legen. Dannach wieder ab in den Ofen.

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Auf, Brie rein, zu und in den Ofen

Nach circa 20-25 Minuten sollte die meiste Flüssigkeit verkocht sein und alles ein schönes Gesamtbild ergeben welches weder flüssig noch trocken ist. Wichtig ist das das Gemüse noch Biss hat. Bitte abschmecken es soll mild und ein wenig herzhaft sein. Nicht zu kräftig, da es als Ergänzung des Ganzen dient.

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So ungefähr wäre es perfekt. Leichter Biss im Gemüse und nicht mehr flüssig.

Jetzt bleibt nur noch eines zu tun. Kartoffel raushollen, anrichten und mit Petersilie bestreuen. Dann habt ihr es geschafft.

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Ofenkartoffel französische Art mit Ratatouile-Gemüse nach Knödelwerferin Art

Somit habe ich mein erstes Gericht auch schon hinter mich gebracht. Persönlich muss ich sagen hat es mir beide Male sehr gut geschmeckt und ich denke ich war nicht weit entfernt vom Original. Ob dem so ist kann ich leider nicht beantworten, aber ich tu mal so. Für den Anfang war es ein schönes Gericht welches viel Spaß gemacht hat und noch in einem Nutzerfreundlichem Rahmen war. Sprich nicht kompliziert und man konnte sich das meiste zusammen reimen. Achja solltet Ihr den Brie weglassen wäre es ein veganes Rezept, falls jemand auf die Idee käme er wolle sowas.

Wie seht ihr das? Kommt das ungefähr so hin? Was haltet Ihr allgemein von dieser nachkochen Geschichte und was würdet Ihr anders machen?

Links Original – Rechts meine Version

Viele Fragen und damit verabschiede ich mich für dieses Mal und freue mich schon tierisch auf den nächsten Laden und euer Feedback.

Zur Restaurantbewertung „Zur Knödelwerferin“

Erklärung zum Special

Danke und bis die Tage

~Dima