Leider hat dieses Gasthaus seine Pforten geschlossen und daher ist der Bericht veraltet!

 

Das Wetter killt einen…ich beneide wirklich keine Bedienung um Ihren Job zur Zeit. Bei diesem Wetter wundert es mich nicht das die Biergärten allerorts gut besucht sind. Auch unsereins hat sich nicht lumpen lassen. Zu melden hatten wir nichts, da für uns bereits ausgemacht worden ist…heute geht’s in’s

GUR / Historischen Gaststätte Unterm Rain

Unterm Rain 15

94315 Straubing

Gur1
Uriges Bier, uriger Biergarten,… urig ist ein doofes Wort 😀

Wir waren zu viert im kleinen Kreis unterwegs und haben wie immer ein wenig was zu erzählen und ein wenig was zum kuken mitgebracht. (Bilder am Ende der Seite)

Punktevergabe:

  • Ambiente:

Das Ambiente im GUR ist eigentlich richtig angenehm. Der Biergarten ist klein und gemütlich mit Ausschankhütte, einigen Bäumen und Pflanzen. Man ist irgendwie mitten in der Stadt an einer befahrenen Straße und zugleich in einer abgeschiedenen kleinen Oase. Innen ist es gut bürgerlich, rustikal. Insgesamt würde es eigentlich nicht wirklich was zu meckern geben. Sie versuchen aus dem was man hat das Beste raus zu kitzeln und das merkt man auch. Das einzige was mich ein wenig gestört hat ist das es immernoch ein klein wenig beengt ist. Sobald man sitzt ist wieder alles in Ordnung, aber gut der  Platz ist nunmal begrenzt. 3 von 4 Punkten.

*Update* … ja wie immer brilliere ich durch meine gigantische Auffassungsgabe und meine geschulten Adleraugen…oder mir wurde von aufmerksamen Lesern mitgeteilt das ich Trottel nicht wusste das der Biergarten aus 3 Ebenen besteht…ich kann es mir ehrlich gesagt nur bedingt vorstellen. Bis zum heutigen Tag wusste ich nix von ihrer Existenz. Aber anscheinend bin ich a Blindschleiche und sollte in Zukunft besser aufpassen. Da ich die anderen 2 Ebenen nicht sah, kann ich euch leider nicht sagen wie die Aussicht von dort war und ihr müsst es am besten bei einem kühlen Bier oder deftigen Brotzeit selbst rausfinden.

  • Auswahl / Kartengröße / Design:

Die Auwahl war anständig, man hatte eine sehr hübsche Holzkarte (mit der man zur Not unliebsame Finger vom Teller schlagen kann) welche beidseitig bedruckt ist. Vorne Getränke, hinten Speisen. Es gibt zusätzlich noch einige Tafeln im gesamten Biergarten verteilt mit aktuellen Tages- / Wochengerichten die man zusätzlich bestellen kann (allerdings sind uns diese auch eher zufällig aufgefallen). Vegetarier werden hier auch noch gut fündig, für Veganer hätte ich spontan auser Salat und Pommes nichts entdeckt. Sonst nix zu meckern daher 2 von 3 Punkten.

  • Bedienung / Service:

Unsere Bedienung war eine ältere Dame die freundlich, präsent und gut aufgelegt war und uns an nichts fehlen hat lassen. Ebenso wurde man von der Schankdame beim betreten und verlassen des Biergartens herzlich begrüßt / verabschiedet. Wir könnten jetzt nichts festmachen um Kritik zu üben. Die Speisen und Getränke kamen alle zeitig und zur selben Zeit und Sonderwünsche wurden auch berücksichtigt (andere Beilagen). Wir waren rundum zufrieden. Ebenso 3 Punkte.

  • Komposition des Gerichts / Aussehen:

Die Gerichte wurden normal angerichtet. Der Salat war sehr hübsch in dem bootartigem Teller der Rest wurde klassisch serviert. Insgesamt war es hübsch anzusehen. Aber der gewisse Kick fehlte da mir persönlich noch in der Optik. Dennoch wirklich gut. 2 von 3 Punkten.

  • Geschmack:

Meine Lieblingskategorie…diese kann einen durch die Decke jagen oder ab in den Keller schicken…kurz gesagt. Es ist kein Keller geworden. Unser aller Essen war lecker. Ich hatte den Spießbraten mit Pfeffersoße und Kartoffel-Gurkensalat (entwickelt sich übrigens zur Zeit zu meinem Liebling…sollte ich mal nach kochen) und das „Mogn-Dratzal“ als Vorspeise welches aus Obatztem und Erdäpfekas (Kartoffelsalat der ein wenig nach Obatztem schmeckt?) bestand. Gut, den Erdäpfekas bräuchte ich nicht, nicht weil er nicht schmeckte (3 mal nicht in einer logischen Reihenfolge…tja! Gekonnt eben 😉 )…aber er nimmt nur wertvollen Platz weg, den stattdessen guter Obatzter füllen könnte. Der Braten war zart, ein wenig zu fettig für meinen Geschmack (nicht wirklich schlimm, ich picke grad wirklich auf Rosinen rum) und ein wenig arg salzig. Nichts was nicht durch eine Gabel Salat oder einen großen Schluck behoben werden konnte. Die Schwammerlsoße mit Schnitzel Natur war sehr lecker. Das Schnitzel war auch ok. Beim Wiener Art würde ich persönlich eine ein wenig krossere Panade bevorzugen, dennoch gab es am Geschmack nichts auszusetzen. Meiner Frau hat der Putenstreifensalat ziemlich gut geschmeckt, ich persönlich muss sagen er war ganz in Ordnung. Die Putenstreifen wurden halt noch in der typischen „süßen Asia Chili Soße“ geschwenkt um Ihnen ein wenig geschmackliche Tiefe zu verleihen. Mir wäre es ein wenig zu simpel, sie meinte sie mag’s, weil sie es so kennt. Gesamt kommen wir hier auf runde 8 von 10 Punkten.

Ah halt…an der Stelle hätte ich noch eine Frage…diese Minikarottensalatgarnituren auf den Tellern waren super lecker. Hätte da jemand das Rezept für mich? War sehr süßlich und dadurch wahnsinnig erfrischend. Danke im Voraus.

  • Menge / Preis – Leistung:

Die Mengen waren in Ordnung, keiner ging hungrig nach Hause. Meine Frau war mit ihrem Salat überfressen. Unsere Begleitung und ich hätten noch ein wenig mehr verdrücken können. Das übliche halt. Beschweren sollte sich keiner denke ich. Preislich lagen wir im Schnitt bei 9-10 Euro pro Gericht was eigentlich ok ist. Meine einzige Kritik wäre hier der Salat. Ich bin kein Gastronom und ich will nicht anmaßend sein, aber ich kann euch zumindest mitteilen wie es auf einen Gast wirkt. Der leckere Spießbraten mit Beilagensalat kostet genauso wie der Putenstreifensalat. Die Schnitzel waren sogar günstiger, obwohl die Portionen nicht klein waren…da erscheint die Kalkulation ein wenig seltsam. Mag sein das alles korrekt ist und ich einfach nur ein Depp bin, aber in unseren Augen sollte ein Salat (auch mit Putenstreifen) ein wenig günstiger sein als das aufwendigere Fleischgericht oder? ( 8,90 € oder wenigstens 9,90 € statt 10,90 €) Aber hey, wir halten uns schon wieder viel zu lange mit trivialem auf. 3 von 4 Punkten.

  • Würde ich wiederkommen?

Im Prinzip spricht nicht viel dagegen, aber insgesamt würde ich vielleicht meine Stammbiergärten bevorzugen. Nicht weil hier irgendwas falsch gelaufen ist, oder wir unzufrieden waren. Aber woanders habe ich vielleicht mein Lieblingsgericht dauerhaft zur Verfügung, oder mehr Platz oder sonstige Kleinigkeiten die mich dann vielleicht eher dorthin treiben würden. Aber sollte jemand das GUR vorschlagen wäre ich der Letzte der dagegen wäre. 2 von 3 Punkten.

Unter Specials kann man Steckerlfisch eintragen den es immer wieder mal auf Vorbestellung gibt, sonst wäre uns nicht’s bewusst aufgefallen.

Unser Fazit:

Das GUR ist ein traditionelles Gasthaus das sich ruhig weiter nach vorne drängen darf in der Gastronomielandschaft unserer Region. Wir waren mit dem heutigen Besuch alle zufrieden, sei es das Essen oder die Bedienung. Unser Gemecker ist auf hohem Niveau angesetzt und sollte auch als solches gewertet werden. Jemand der einen schönen Biergarten mit uriger Stimmung sucht wird sich hier wohl fühlen. Gesamt kommen wir auf 23 von 30 Punkte.

Wie immer hoffe ich das Ihr was mit dem Bericht anfangen könnt, bedanke mich für’s lesen und teilen und freue mich über euer Feedback im Voraus.

Bis die Tage

~Dima

P.S.: Genaueres zur Bewertung hier im Eingangspost von mir.

Gur2
„Mogn-Dratzal“ Obatzer und Erdäpfekas (Bayerische Käse- und Kartoffelsalatpampe…lecker)
Gur4
Schnitzel Natur mit Schwammerlsoße und Pommes
Gur3
Schnitzel „Wiener Art“ mit Bratkartoffeln und dieser super leckeren Karottensalatgarnitur…Rezept bitte!
Gur6
Das Putenstreifensalatschiffchen mit Brotkorb
Gur5
Spießbraten mit Kartoffel-Gurkensalat und Beilagensalat (ursprünglich mit Rösti, davon bin ich aber kein großer Fan)